Ortschaft Frankenberg/Sa.

Willkommen in Dittersbach

Ein Waldhufendorf, seit 1282 urkundlich belegt, umgeben von Wäldern, Feldern und dem malerischen Lützeltal.

1282Erste Erwähnung
1.229Einwohner (2025)
1.052 haGemarkung mit Neudörfchen
15 kmbis Chemnitz

Patenschaft

Wappen der Fernmeldekompanie der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“
Seit 27. August 2025
Fernmeldekompanie der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“

Die Ortschaft Dittersbach und die Fernmeldekompanie verbindet eine offizielle Patenschaft.

Geschichte im Überblick

2. Hälfte 12. Jh.
Erste Besiedlung von Dittersbach und Neudörfchen, beide als Waldhufendörfer angelegt.
6. Juli 1282
Ritter Friedrich von Schönburg verkauft an das Kloster Altzella bei Nossen. Das ist die erste urkundliche Erwähnung, damals als „Dytherychsbach“.
1328
Dittersbach ist als „unbebaut“ verzeichnet. Der Ort fällt zeitweise wüst, wird später aber wieder besiedelt.
ab 1551
Die Grundherrschaft liegt beim Schloss Sachsenburg im Besitz der Herren von Schönberg.
1554
Auflösung des Klosters Altzella. Bis dahin stand in Dittersbach die Sankt-Annen-Kapelle.
1610
Die Herren von Schönberg verkaufen Dittersbach an den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I.
1764
Dittersbach wird als Amtsdorf geführt. Verzeichnet sind 18 besessene Männer, 8 Gärtner und 7 Häusler.
1832
Bau der Dittersbacher Schule. Heute ist nur noch ein Türgewände im Original erhalten.
29. September 1835
Am Kreuzweg bei „Drei Rosen“ findet die letzte öffentliche Hinrichtung der Umgebung statt. Über 20.000 Schaulustige sind zugegen.
1. Mai 1897
Dittersbach erhält einen Haltepunkt an der 1874 eröffneten Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa.
1900
Die Chronik verzeichnet die Flurgrößen: 807 Hektar für Dittersbach, 245 für Neudörfchen.
1921 bis 1933
Bau der Siedlung an der B 169, bis zum Sachsenpark das größte geschlossene Neubaugebiet des Ortes.
1. Juli 1934
Dittersbach und Neudörfchen werden vereint und tragen seitdem gemeinsam den Namen Dittersbach.
1959
Die letzte von zeitweise vier Ziegeleien im Ort stellt den Betrieb ein.
1. Januar 1995
Eingemeindung nach Frankenberg, Dittersbach wird Ortsteil. Mitte der 90er beginnt der Bau des Wohngebiets Sachsenpark.

Das ist nur der grobe Faden. Die ganze Geschichte mit Wüstung, Namensformen, Gemeindesiegel und Einwohnerentwicklung steht jetzt gesammelt in der Chronik von Dittersbach. Ortsvorsteher und Ortschaftsrat findest du auf der Seite Ortschaftsrat.

Sechs Dittersbach in Sachsen

Der Name kommt von einem Ditherich, dem ein Bach zugeordnet war. Das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen führt sechs Orte dieses Namens, alle aus der Zeit der mittelalterlichen Ostsiedlung. Sortiert nach der ersten urkundlichen Erwähnung. Die Flächen stammen aus dem Ortsverzeichnis und meinen jeweils das einzelne Dorf. Für unser Dittersbach sind das 807 Hektar ohne Neudörfchen, zusammen 1.052.

Ort Landkreis Erwähnt Gemarkung Heute
Dittersbach a. d. Eigen Görlitz 1261 942 ha Ortsteil von Bernstadt a. d. Eigen, 1994
Dittersbach Mittelsachsen 1282 807 ha unser Ort, Ortsteil von Frankenberg/Sa., 1995
Dittersbach b. Stolpen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 1299 776 ha Teil von Dürrröhrsdorf-Dittersbach, 1965
Dittersbach b. Frauenstein Mittelsachsen 1335 788 ha Ortsteil von Frauenstein, 1994
Dittersbach b. Sayda Mittelsachsen 1451 312 ha Gemeindeteil von Neuhausen/Erzgeb., 1950
Dittersbach b. Trebsen Leipzig 1495 Wüstung, nicht mehr vorhanden
Zweitältestes Nur das Dittersbach an der Eigen bei Görlitz ist früher belegt, und zwar 21 Jahre vor unserem.
Zweitgrößtes Mit 807 Hektar liegt unsere Gemarkung hinter den 942 Hektar an der Eigen, aber vor allen anderen. Zählt man Neudörfchen mit seinen 245 Hektar dazu, kommt Dittersbach auf 1.052 Hektar und wäre das größte. Die Zahlen der anderen sind allerdings unterschiedlich gefasst: bei Stolpen ist der Ortsteil Kleinelbersdorf schon eingerechnet.
Drei von sechs liegen im Landkreis Mittelsachsen. Frauenstein und Sayda sind unsere Namensvettern im gleichen Kreis.
Alle fünf erhaltenen Orte sind Waldhufendörfer, also nach demselben Muster angelegt wie Dittersbach und Neudörfchen.
Keins ist heute noch eine eigene Gemeinde. Sayda wurde 1950 eingemeindet, Stolpen 1965, Eigen und Frauenstein 1994, unser Ort 1995.
Und eins ist ganz verschwunden. Das Dittersbach bei Trebsen wurde 1495 erwähnt und ist heute eine Wüstung auf den Fluren von Sachsendorf. Dieselbe Geschichte wie beim Lützelbach, nur hat es diesmal einen Dittersbach selbst getroffen.

Dittersbach heute

Dittersbach ist umgeben von Wäldern und Feldern, durch die reizvolle Wanderwege führen. Der Lützelbach durchfließt den Ort in seiner gesamten Länge, ehe er in das malerische Lützeltal eintritt.

Der Ort gehört zum Landkreis Mittelsachsen und ist nur 15 Kilometer von Chemnitz und 55 Kilometer von Dresden entfernt. Die Anschlussstelle der Bundesautobahn A 4 (Chemnitz/Dresden) befindet sich an der B 169 zwischen Frankenberg und Dittersbach. Das Wohngebiet Sachsenpark, mit dessen Errichtung Mitte der 90er Jahre begonnen wurde, hat das Antlitz des Dorfes stark verändert.

Quellen: Buch „Frankenberg/Sa. Im Wandel der Zeit“ · Chronik von Dittersbach (Dieter Flade und Rudolf Richter) · Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen (ISGV) · Wikipedia · Stadt Frankenberg/Sa.
Die Angaben zu den fünf anderen Dittersbach stammen aus deren Einträgen im Historischen Ortsverzeichnis: a. d. Eigen · b. Stolpen · b. Frauenstein · b. Sayda · b. Trebsen